Forschungsberichte der österreichischen Ziegelindustrie

(alle Forschungsberichte stellen wir Ihnen gerne kostenlos zur Verfügung!)

 

2. Aktualisierung Ökobilanz Ziegel (Österreich), Mai 2007

Bereits 1996 wurde durch die Kanzlei Dr. Bruck die vielbeachtete D-A-CH Ökobilanz Ziegel veröffentlicht. Gegenstand der aktuellen Studie des IBO (Österreichisches Institut für Baubiologie und –ökologie GmbH) ist die Aktualisierung der D-A-CH Ökobilanz Ziegel mit aktuellzur Verfügung stehenden Daten hinsichtlich Energiebedarf, Rohstoffeinsatz, Porosierungsmittel und CO2-Emissionen. Die Aufwände zur Herstellung eines durchschnittlichen Hintermauerziegel sollten mit den Indikatoren „Primärenergieinhalt“, „Versauerungspotential“, „Treibhauspotential“ und „ÖkoIndex 3“ neu berechnet werden und Eingang in die IBO-Baustoffdatenbank finden.

 

Forschungsprojekt F – 1482 Präventiver Hochwasserschutz-Planungsgrundsätze – Kurzfassung, Dezember 2006

ARGE Gamerith/Höfler o.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Horst Gamerith

Dipl.-Ing. Dr. techn. Karl Höfler

Ziviltechniker für Architektur, Bauwesen

 

Forschungsprojekt Bewertung der Sommertauglichkeit von Gebäuden – Kurzfassung, Juni 2006

Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Klaus Krec, Büro für Bauphysik

  

Beurteilung der thermischen Perfomance der Gebäudehüller unter Berücksichtigung des Strahlungshaushaltes bei der Ermittlung des Wärmeverlustes von Bauteilen bei verschiedenen Bebauungssituationen September 2004

Univ. Ass. Dipl.-Ing. Dr. Thomaar Bednar

Dipl.-Ing. Christoph Deseyve

O. Univ. Prof. Dipl.-Ing. DDr. Jürgen Dreyer

 

Ökologischer Vergleich - Biogene Porosierungsmittel: Maismehlextrudat, Schalen von Sommenblumenkernen, Jänner 2005

Kanzlei Dr. Bruck, Wien

Auftraggeber: Initiative Ziegel, Fachverband der Stein- und keram. Industrie, Wien

 

Aktualisierung Ökobilanz Ziegel Österreich, Dr. Manfred Bruck, Wien, September 2004

Im Auftrag der Initiative Ziegel wurde die D-A-CH Ökobilanz Ziegel aus dem Jahr 1996 auf der Grundlage der Daten aller österreichischen Ziegelwerke aus der UBA-Erhebung für den Emissionshandel in Österreich aktualisiert. Dies bedeutet, dass nunmehr eine Ökobilanz für den Baustoff Ziegel aus österreichischer Produktion vorliegt, die auf den aktuellsten Daten betreffend Energieverbrauch, Produktionsmengen und Emissionen basiert. Die Ergebnisse der Aktualisierung zeigen eine weitere deutliche Verbesserung der spezifischen Ergebnisse bezogen auf 1kg Ziegel, insbesondere sind der Energieverbrauch und damit verbunden die Treibhausgasemissionen (Global Warming Potential) deutlich gegenüber 1996 gesunken. Dies ist auf die technologische Optimierung der Werke in den letzten Jahren zurückzuführen.

 

Passivhaus in zweischaliger Ziegelbauweise, TU Wien, März 2004

Diese Diplomarbeit von Martin Krapfenbauer wurde von Wienerberger Österreich beauftragt (Betreuung: Arch. Martin Treberspurg) und thematisiert das Passivhaus in zweischaliger Ziegelbauweise anhand eines konkreten Entwurfes für ein Einfamilienhaus. Sämtliche Details wurden auf ihre Wärmebrückenwirkung untersucht und die Energiekennzahl des Gebäudes nach PHPP (Passivhaus Planungspaket des Passivhausinstitutes in Darmstadt) berechnet.

 

Wärmebrückenkatalog für Niedrigenergiehäuser, 2004

Diese Planungshilfe für Details im NEH (Niedrigenergiehaus) in Ziegelbauweise wurde von Wienerberger Österreich, den Massivwerthaus-Partnern, der Zertifizierung Bau und dem Bauphysiker Dipl.-Ing Dieter Kath gemeinsam erstellt. Sie umfasst gerechnete Lösungsvorschläge für monolithische, zweischalige und zusatzgedämmte Ziegel-Wandkonstruktionen.

 

Wärmebrückenkatalog für Passivhäuser, 2004

Diese Planungshilfe für Details im PH (Passivhaus) in Ziegelbauweise wurde von Wienerberger Österreich, den Massivwerthaus-Partnern und Hrn. BM Ing. Karl Macho gemeinsam erstellt. Sie konzentriert sich auf Details für zusatzgedämmte Ziegelwände und benachbarte Bauteile.

 

Thermisch optimierter Einsatz von Ziegel in Passivhäusern Johannes Stockinger, Donau-Universität Krems, April 2004

Diese Studie wurde von WB Ö beauftragt. Die wesentlichste Erkenntnis der Arbeit bezieht sich auf die Wärmespeicherfähigkeit. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass massive Wandaufbauten zum einen das Sommerverhalten von Passivhäusern positiv beeinflussen und geeignet sind, Überwärmungsneigungen aufgrund von Fehlverhalten der Nutzer oder technischen Pannen wirksam zu begegnen. Zum anderen führt die bei Massivbauweisen auftretende erhöhte Wärmespeicherfähigkeit der Wandaufbauten bei kurzzeitigen Störungen im Winter zu keinen dramatischen Effekten in Hinblick auf Komfort und Heizwärmebedarf. Aufgrund der Ergebnisse der durchgeführten rechnerischen Untersuchungen kann davon ausgegangen werden, dass eine Weiterentwicklung von Ziegelbauweisen zu passivhaustauglichen Bausystemen lohnend ist.

 

Schallmessungen BTI Linz, Dipl.-Ing. Harald Mayr, Linz, 2003

Im Auftrag des OÖ-Sbg. ZV sowie mit Beteiligung weiterer österreichischer Ziegelwerke wurden am BTI Linz eine Reihe von Schallmessungen an Wänden aus Hochlochziegeln durchgeführt, im Jahr 2003 wurde darüber ein Schlussbericht vorgelegt. Ziel der Versuche war es, Möglichkeiten der Minimierung der Schall-Längsleitung und Flankenübertragung aufzuzeigen. Es zeigte sich, dass eine deutlich messbare Beeinflussung der Schall-Längsleitung mit einfachen Veränderungen bei der Ausführung des Wand-Decken-Knotens erreichbar ist. Ausgehend von sehr ungünstigen Ausgangswerten sind Verbesserungen von bis zu 4 dB möglich.

 

Messungen des baupraktischen Feuchtegehaltes von Außenwänden Dr. Judith Lang, TGM, Wien, 1980

Im Auftrag des OÖ-Sbg. ZV wurden im Jahr 1980 an mehreren Gebäuden Proben von Ziegelmauerwerk entnommen, um den baupraktischen Feuchtegehalt nach mehrjähriger Nutzung zu bestimmen. Der Mittelwert aus 11 Proben lag bei 0,7 Vol.-%, der 90% Fraktilwert bei 1,4 Vol.-%. Damit wurden auch frühere analoge Untersuchungen voll bestätigt und das Ergebnis wurde in die einschlägigen österreichischen Normen übernommen.

 

Enhanced Safety and Efficient Construction of Masonry Structures in Europe (ESECMaSE) Collective Research Project, 6th Framework Program, Start Juni 2004

Dieses im 6.Rahmenprogramm der EU geförderte Forschungsprojekt zum Thema Erdbebensicherheit von Mauerwerk wurde im Juni 2004 gestartet. An dem Projekt sind 7 Verbandsorganisationen, 8 Klein-und Mittelbetriebe und 11 Forschungsstellen beteiligt. Aus Österreich sind der VÖZ, das Ziegelwerk Pexider, das Zivilingenieurbüro Dr. Anton Pech und der Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke Projektpartner. Koordiniert wird das Projekt durch die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau in Bonn. Die ersten Ergebnisse werden gegen Jahresende 2004 vorliegen, das Projekt ist auf 3 Jahre anberaumt, wird daher Mitte 2007 abgeschlossen sein, wobei das dritte Projektjahr primär der Verbreitung der gewonnen Erkenntnisse dienen wird.

 

Energiekennzahlen und Wohnbauförderungen im Bundesländervergleich Dipl.-Ing. Norbert Prommer, VÖZ, Jänner 2004

In einer VÖZ-internen Studie wurde ein Einfamilienhaus auf eine fiktive Reise durch Österreich geschickt und es wurde gemäß der in den einzelnen Bundesländern geltenden Wohnbauförderungsrichtlinien jeweils die Energiekennzahl, die die Grundlage für die Bemessung der Wohnbaufördermittel darstellt, errechnet. Weiters wurden auch am Beispiel einer Modellfamilie die tatsächlich zustehenden Förderbeträge ermittelt. Die Ergebnisse zeigen eine breite Streuung – nicht nur der Geldbeträge, sondern auch der EKZ’s, was sachlich-technisch nicht plausibel ist. Die Ergebnisse wurden in Form eines VÖZ-Newsletter veröffentlicht und sind bereits auf großes Interesse seitens der Verantwortlichen in den Ländern gestoßen.

 

Ziegel dämpfen Elektrosmog Dipl.-Ing. Norbert Prommer, VÖZ, November 2003

In einer VÖZ internen Studie, die auch als Newsletter veröffentlicht wurde, wurden Erkenntnisse aus Forschungsprojekten in der Schweiz sowie an der Deutschen Bundeswehr-Universität zum Thema Elektrosmog zusammen­gefasst. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Vorteil von Ziegelwänden in Bezug auf die Dämpfung von hochfrequenter Strahlung (wie z. B. Handystrahlen) im Vergleich mit anderen Bauweisen.

 

Brandschutz Bau!Massiv! Univ. Prof. DDr. Ulrich Schneider et al, TU, Wien, Juni 2003

Dieses groß angelegte Bau!Massiv! Forschungsprojekt an der TU Wien, Univ. Prof. DDr. Ulrich Schneider wurde im Jahr 2003 abgeschlossen und in Form einer Broschüre veröffentlicht. Die umfangreichen Ergebnisse dokumentieren die Vorteile der Massivbauweise in Bezug auf den Brandschutz und die Risiken, die sich durch die Lockerung der österreichischen Bauvorschriften im Bereich des Brandschutzes ergeben. Der Massivbau kann im Brandfall konstruktive Reserven nutzen, die das Bauwerk bietet, und damit das Verhalten bei Bränden günstig beeinflussen. Zudem können Schwachstellen leicht vermieden bzw. ausgeglichen werden.

 

Vergleichende TQ-Bewertung unterschiedlicher Außenwandkonstruktionen Dr. Manfred Bruck, Wien, März 2003

Im Rahmen der D-A-CH-Kooperation wurde von Dr. Manfred Bruck im Jahr 2003 die TQ (Total Quality) Bewertung unterschiedlicher Außenwandkonstruktionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bauweise der Außenwände nur in einigen wenigen TQ-Kriterien auf die Bewertungsergebnisse auswirkt und sich daher im Gesamtergebnis nur mit einigen Zehntel-Punkten niederschlägt. Betrachtet man jedoch diese Kriterien im Detail, so ergeben sich beträchtliche Unterschiede. Insgesamt schneiden unter allen betrachteten Bauweisen das Ziegel-Zweischalenmauerwerk und die monolithische Ziegelwand am besten ab.

 

Verkaufbarkeit von Wohnungen in Abhängigkeit von der Bauweise Univ. Prof. Dr. Manfred Schweiger, Doz. Dr. Wolfgang Mayerhofer,  Karin Heinrich, WU, Wien, Juni 2001

Im Rahmen einer an der WU Wien, Abteilung Werbewirtschaft und Marktforschung (Univ. Prof. Dr. Manfred Schweiger) durchgeführten Diplomarbeit wurde die Frage des Einflusses der Bauweise auf die Verkaufbarkeit von Wohnungen untersucht. Die Autorin Karin Heinrich kommt darin zu der Erkenntnis, dass die Ziegel-Massivbauweise ein gutes Verkaufsargument darstellt, die Erwähnung alternativer Bauweisen jedoch zu einer Schlechterbewertung der Wohnungsanzeigen führt und damit für den Bauträger kontraproduktiv ist.

 

Die Wertschöpfung der Massivbauweise im Wohnbau über die Periode 1989 bis 2005 Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider, Johannes Kepler Universität, Linz, September 2000

Diese von Bau!Massiv! im Jahr 2000 beauftragte und von Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider an der Johannes Kepler Universität in Linz durchgeführte Studie zeigt die große volkswirtschaftliche Bedeutung des Wohnbaues in Österreich. In verschiedenen Szenarien wird dargestellt, welche negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen ein Rückgang der Wohnbautätigkeit nach sich ziehen würde.

 

Green Building Challenge Dr. Manfred Bruck, Wien, April 2000

Dieser von der D•A•CH Gruppe (Deutschland, Österreich, Schweiz) erstellte Bericht beschäftigt sich mit der Anwendung des GBC (Green Building Challenge) Bewertungsrahmens auf Gebäude in Ziegelbauweise. Das GBC-Bewertungssystem soll dazu dienen, die gesamtheitliche Qualität (Total Quality) von Gebäuden zu beurteilen. D.h. mit Hilfe des vorliegenden Berichtes soll es einem Bauherren ermöglicht werden, ein Ziegel-Gebäude so zu entwerfen, dass es bei der Anwendung des GBC-Bewertungssystemes eine optimale Beurteilung erhält. Darüber hinaus enthält das Handbuch zahlreiche Tabellen mit Ökofaktoren aller wichtigen Baustoffe, Energieträger und Transportdienstleistungen sowie gängigen Computerprogrammen aus dem D•A•CH-Raum in den Bereichen Wärmebrückenberechnung und Heizwärmebedarf.  

 

Ökobilanz Ziegel – D•A•CH-Bericht Österreich Dr. Manfred Bruck, Wien, März 1996

In diesem, gemeinsam von den drei Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz erarbeiteten, Forschungsbericht wurde auf der Grundlage von Werksanalysen in 12 Ziegelwerken eine Ökobilanz für Ziegel erstellt; darauf aufbauend wurden ökologische und ökonomische Lebenszyklusberech­nungen von Ziegelwandkonstruktionen durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass insbesondere einschalige (monolithische) und zweischalige Ziegelwände hervorragend abschneiden.

 

Einfluss der Bauweise auf die Bewertung von Wohngebäuden Prof. Dr.-Ing. Armin Ohler, Buxtehude, Juni 1998

Diese D•A•CH-Studie beschäftigt sich mit dem Einfluss der Bauweise – massiver Mauerwerksbau bzw. Holzständerbau – auf die Wertermittlung von Gebäuden durch Sachverständige. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass Häuser in massiver Ziegelbauweise eine höhere Gesamtnutzungsdauer und im Zeitablauf einen stetig steigenden Mehrwert gegenüber Häusern in Holz-Leichtbauweise aufweisen.

 

Ermittlung des Trocknungsverhaltens unterschiedlicher Mauersteine unter Laborbedingungen Dipl.-Ing. Andreas Erker/BTI-Bautechnisches Institut, Linz, Juli 1998

Im Rahmen dieses Projektes wurde das Trocknungsverhalten von acht unterschiedlichen Mauersteinen aus verschiedenen Materialien unter Laborbedingungen untersucht. Die rascheste Austrocknung zeigten hierbei porosierte Ziegel.

 

Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von Ziegelmauerwerk,  Vergleich Messen-Rechnen FIW-Forschungsinstitut für Wärmeschutz, München, September 1996

In diesem D•A•CH-Bericht wurde ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung der Wärmedämmeigenschaften von Ziegeln (Messung der Scherbenleitfähig­keit an dünnen, aus den Ziegeln herausgeschnittenen Platten und Berech­nung mit numerischen Computerprogrammen) den Ergebnissen traditioneller Wandmessungen gegenübergestellt. Die Übereinstimmung war in vielen Fällen sehr gut, in einigen Fällen (bei sehr dünnen Stegen) jedoch unbefriedigend.

 

Messung und Berechnung der Wärmeleitfähigkeit von Ziegelmauerwerk, Vergleich Messen-Rechnen Dipl.-Ing. Andreas Erker/BTI-Bautechnisches Institut, Linz, Jänner 1999

In Fortsetzung des obigen Projektes wurde am BTI – wiederum im Auftrag von D•A•CH – versucht, die Messung der Scherbenleitfähigkeit nach einem neuartigen französischen Verfahren durchzuführen und so auch bei sehr feingliedrigen Ziegeln zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Die Resultate sind sehr befriedigend, die Übereinstimmung mit Wandmessergebnissen ist ausgezeichnet. Es steht damit nun ein wesentlich einfacheres, rascheres und damit billigeres Verfahren zur Ermittlung der Wärmedämmeigenschaften von Ziegeln zur Verfügung.

 

Dilatation von Hohlziegeln unter dem Einfluss von Nässe und Temperatur IBK-Ingenieurbüro Dr. Kretzschmar, Nürnberg, August 1996

An 15 unterschiedlichen Leicht-Hochlochziegeln österreichischer Hersteller wurde die Verformung unter dem Einfluss von Nässe und Temperatur gemessen. Die dabei festgestellten Dehnungen liegen weit unter den – insbesondere im Hinblick auf das mögliche Auftreten von Putzrissen – als kritisch angesehenen Verformungen. Damit wurde schlüssig bewiesen, dass Feuchte- oder Temperaturdehnung, jedenfalls für österreichische Ziegel, nicht die Ursache von Putzrissen sein kann.

 

Zusatzstoffe in der Ziegelindustrie Dr.-Ing. Karsten Junge und Dr. Dieter Hauck,  IZF-Institut für Ziegelforschung e.V., Essen, Jänner 1996

In diesem D•A•CH-Projekt wurde eine Liste jener möglichen Zusatzstoffe, die problemlos bei der Ziegelherstellung eingesetzt werden können, erstellt. Dabei wurden alle Auswirkungen auf die Produkteigenschaften ebenso wie auf den Produktionsprozess berücksichtigt und insbesondere nur solche Stoffe ausgewählt, die unter ökologischen und baubiologischen Gesichtspunkten völlig unbedenklich sind.
 

Schaumziegel als Dämmstoff Dr.-Ing. Karsten Junge,  IZF-Institut für Ziegelforschung e.V., Essen, Juli 1996

Im Auftrag der drei Ziegelverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wurde vom IZF die Eignung sogenannter Schaumziegel – durch Schaumbildner höchstporosierte Ziegel mit einer Rohdichte von ca. 300 kg/m3 und einer Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,06 W/mK – für eine Verwendung als Wärmedämmstoff untersucht. Die Ergebnisse sind sehr positiv, grundsätzlich sind derartige Schaumkeramikplatten sowohl als Kerndämmung in zweischaligen Wänden als auch für Wärmedämmverbundsysteme einsetzbar.

 

Qualitäts- und Umweltmanagement, Grundlagen und Musterhandbuch Dr. Manfred Bruck und Sabine Gasser, Wien, 1996

In Fortführung der Arbeiten im Rahmen des Forschungsprojektes D•A•CH-Ökobilanz wurde von Dr. Bruck ein Musterhandbuch für die Einführung von Qualitäts-bzw. Umweltmanagementsystemen erarbeitet.

 

Sorptionsfeuchteverhalten von österreichischen Hochlochziegeln Untersuchungsbericht der MA 39 der Stadt Wien, Juni 1997

An 17 unterschiedlichen Ziegeln von verschiedenen österreichischen Herstellern wurde die Sorptionsfeuchte (Gleichgewichtsfeuchte) unter Laborbedingungen untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass alle Werte unter 0,7 Vol.% lagen, daher wurde mittlerweile der Normwert für den baupraktischen Feuchtegehalt (Önorm B 6015-2 bzw. B 3200) auf 0,7 Vol.% gesenkt.

 

Mauerwerksfestigkeit von RILEM-Prüfkörpern Untersuchungsbericht der Magistratsabteilung 39 der Stadt Wien, Februar 1997

Im Rahmen eines umfassenden Prüfprogrammes wurden die aus den gemessenen Komponentenfestigkeiten (Ziegel, Leca-Mörtel) gemäß Önorm B 3350 berechneten Mauerwerksfestigkeiten den direkt an RILEM-Prüfkörpern gemessenen Festigkeiten gegenübergestellt. Die Ergebnisse sind mittlerweile in eine Überarbeitung der Önorm B 3350 eingeflossen.

 

Bonus auf die Druckfestigkeit von Ziegel bei geringem Variations­koeffizienten im Rahmen der Österreichischen Technischen Zulassung für Ziegelmauerwerk Gutachten von Univ. Prof. Dr. Alfred Pauser, Institut für Hochbau und Industriebau an der Technischen Universität Wien, Dezember 1994

Als Vorarbeit für die Erarbeitung der Österreichischen Technischen Zulassung Ziegel wurde von Hrn. Prof. Pauser der Nachweis geführt, dass bei einem Variationskoeffizienten der Druckfestigkeit =5 die Steindruckfestigkeit mit einem Faktor 1,2 multipliziert werden kann.

 

Verformung von Hochlochziegel Mauerknoten infolge von zentrischen und exzentrischen Teilflächenbelastungen Dipl.-Ing. F. Zamolyi/BTI-Bautechnisches Institut, Linz, Oktober 1997

Als Vorleistung für die Neubearbeitung der Önorm B 3350 (Tragende Wände – Bemessung und Konstruktion) sowie für die Erarbeitung einer qualifizierten österreichischen Stellungnahme zum Eurocode 6 wurden am BTI Versuche an Mauerwerkspfeilern durchgeführt. Die Ergebnisse sind mittlerweile in die Neufassung der Önorm eingeflossen.

 

1. Österreichischer Mauerwerksfachtag 1995 Tagungsband mit vier Fachbeiträgen:

Wärmeschutz im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit – Dr. Manfred Bruck, Wien

Die Österreichisch-technische Zulassung von Baustoffen im Vergleich mit früheren Bundesländer-Zulassungen – Dipl.-Ing. Harald Mayr, BTI Linz

Die Zukunft des Mauerwerksbaues aus der Sicht der europäischen Normung – O.Univ. Prof. Dr. Alfred Pauser und Dipl.-Ing. Robert Schmiedmayer, TU Wien

Vermeiden von schädlichen Rissen in Putz auf Leichtziegelmauerwerk, Dr.-Ing. Peter Schubert, RWTH Aachen

 

2. Österreichischer Mauerwerksfachtag 1996 Tagungsband mit drei Fachbeiträgen:

Der optimale Wärmeschutz und seine ökonomischen und ökologischen Effizienzkriterien – a. o. Univ.-Prof. Dr. Viktor Stehno, Wien

Detailkonstruktionen und Rissevermeidung im Mauerwerksbau – Prof. Dr.-Ing. Armin Ohler, Buxtehude

Trends im Hochbau – eine kritische Betrachtung – o. Univ.-Prof. Dr. Horst Gamerith, TU Graz